5 Tipps für den Kamerakauf auf Flohmärkten

Flohmärkte können ein wahres Eldorado für Liebhaber und Sammler alter Filmkameras sein, manchmal entpuppt sich der vermeintliche Schatz aber auch als Fehlkauf. Hier erfährst du, worauf du achten solltest, wenn du mit kleinem Budget nicht nur Schrott kaufen möchtest.

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1. Verfalle nicht dem Kaufrausch

Auf so manchem Flohmärkten werden Kameras für wenig Geld angeboten, da fällt es leicht, sich hinreißen zu lassen. Aber du solltest kritisch bleiben: Wie ist der Zustand, ist der Preis angemessen, passt sie in deine Sammlung? In der Regel verkaufen sich Top-Angebote sehr schnell, was stimmt also nicht? Sei lieber etwas zu pessimistisch als zu optimistisch.

2. Kaufe keine Kamera, die du nicht vor Ort ausprobieren darfst

Das Prüfen der Kamera ist ein absolutes Muss. Selbst das beste Schnäppchen ist keins mehr, wenn sich die Kamera hinterher als defekt herausstellt. Verweigert der Verkäufer dir diesen Wunsch, dreh dich um und geh. Hin und wieder argumentieren Verkäufer, dass sie befürchten, man würde die Kamera kaputt machen, bestehe aber darauf zu prüfen, ob dies nicht schon ein anderer erledigt hat.

3. Teste Verschlusszeiten, Blende und das Objektiv

Eine Kamera, deren Verschluss nicht richtig funktioniert ist praktisch unbrauchbar. Auch wenn der Verschluss reparierbar ist, ist es sicher zu aufwändig, dass es sich lohnen würde, sonst wäre dies wahrscheinlich bereits passiert. Beginne mit der langsamsten Verschlusszeit und arbeite dich bis zur schnellsten vor. Auch wenn man die Verschlusszeit nicht exakt bestimmen kann, merkt man doch durch einfaches hinhören schnell, wenn etwas ganz und gar nicht stimmt. Bei vielen Kameras kann man auch auslösen, wenn das Kameragehäuse geöffnet ist. Hält man die Kamera gegen das Licht, kann man sehen, wie sich der Verschluss öffnet. Gleiches gilt für die Blende des Objektivs. Schau, ob es vollständig öffnet und schließt, ob die Lamellen verharzt sind oder gar Rost haben. Wirf auch einen genauen Blick auf die Glaselemente des Objektivs. Ob Linsenpilz wirklich so schlimm ist wie sein Ruf sei einmal dahin gestellt, aber er beeinflusst die maximale Bildqualität, denn Objektive, die beschlagen wirken, liefern auf keinen Fall ein scharfes Bild. Für Kratzer gilt das gleiche: Geringe Oberflächenkratzer, z.B. Putzspuren, kann man im Grunde vernachlässigen, tiefe Macken sind aber ein No-Go.

4. Begutachte das Innere der Kamera

Hast du die Kamera schon einmal auf, wirf doch einmal einen genauen Blick hinein. Lassen sich alle beweglichen Teil bewegen? Sind Filmtransport und Spulen intakt? Wie sind die Lichtdichtungen beschaffen? Riech auch mal daran, riecht sie muffig, nach Keller oder gar Schimmel? Eine feuchte Lagerung kann nicht nur üble Gerüche verursachen, sondern auch dauerhaft die (nicht sichtbare) Mechanik und Optik beschädigt haben.

5. Nimm ein paar Batterien mit

Viele Kameras, die angeboten werden, sind nicht rein mechanisch. Ein elektronischer Verschluss kann natürlich nur dann getestet werden, wenn die entsprechende Spannung anliegt. Gleiches gilt für weitere elektrische Funktionen, wie etwa Filmtransport u.ä. Geh davon aus, dass in den Kameras auf dem Flohmarkt (im Idealfall) keine Batterien sind, oder diese leer sind. Im schlimmsten Fall sind die Batterien aber ausgelaufen. Man kann korrodierte Batterie-Kontakte einfach mit Haushaltsessig reinigen, ob die Kamera aber im Inneren Schaden genommen hat, kann man vor Ort nicht absehen.

Ich hoffe, diese 5 Tipps helfen dir bei deinem nächsten Flohmarkt-Besuch. Hast du selbst noch Tipps, worauf man achten sollte, oder willst du von deinem erfolgreichsten Beutezug berichten? Ich freue mich schon auf deine Kommentare!

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