Die Sache mit dem Halbformat und ein echter Samurai ! Teil I

Halbe Sache ? Oder doch mehr ?

Wer sich schon  etwas länger mit der analogen Photographie beschäftigt, der kennt bereits die gängigen Filmformate. Für unsere geschätzte Leserschaft, die noch nicht so vertraut ist mit den Formaten, möchte ich hier ganz kurz nur die gängigen Formate nennen. Wenn sich dann jemand näher mit den versch. Filmformaten beschäftigen möchte, wird er/sie auch hier bei unseren anderen Autoren fündig.

Großformat:

Auch „Planfilm“ genannt sind Filmmaterialien ab 9 × 12 cm. Sie sind  nicht aufgerollt , sondern eben einzeln in dafür vorgesehene Kassetten zu legen.

Mittelformat:

Der  vielleicht bekannteste Mittelformatfilm  ist der  vom Typ 120, auch Rollfilm genannt. Manchmal begegnet man auch den Typ 220. Dieser ist im Prinzip identisch mit dem 120er, nur mit dem Unterschied, dass dem 220er ein Trägerpapier fehlt und somit ein längerer Streifen auf der Spule aufgewickelt werden kann. Für Mittelformat gibt es versch. Aufnahmeformate, die je nach Kamera unterschiedlich sind.

Kleinbild:

Der Kleinbildfilm ( KB ) ist der FILM, den fast alle kennen. Die, die etwas  älter sind sowieso und die jüngeren unter uns werden ihn vielleicht erst gerade kennen lernen. Er wird als Typ 135 bezeichnet, aber im Allgemeinen ist er als 35er oder 35 mm Film bekannt geworden. Ich gehe hier auf die Geschichte des Filmes nicht ein. Das wäre ein extra Artikel. Der Film hat eine Breite von 35 mm. In der Kleinbild-Photographie ergibt sich ein Aufnahmeformat von 24 mm x 36 mm .

Das war ein kleiner Exkurs. Aber nun zum eigentlichen Thema. Neben diesen drei bekannten Filmformaten existieren noch andere Filmformate, wie Polaroid  oder Trennfilm und sicherlich noch andere, die ich auch nicht kenne. Ein Filmformat, das allerdings etwas in Vergessenheit geraten ist ( wie ich finde zu Unrecht ) und das ich hier versuchen möchte aus dem Dornröschenschlaf zu wecken ist das HALBFORMAT .

Der Halbformatfilm ist im Prinzip ein 35mm Film. Erst die Kamera und dazu komme ich später zu sprechen, macht aus einem „normalen“ 35 mm Film, ein Halbformatfilm.

Der 35 mm Film wurde ursprünglich für das Stummfilm- Kino entwickelt. Der Film wurde in den Filmkameras damals vertikal geführt und es ergab sich das Aufnahmeformat 18 mm x 24 mm.

Nach der Entwicklung b.z.w Erfindung der Kleinbildkamera, der Ur-Leica, 1913 verwendete man eben genau diesen Kinofilm. Man legte den Film horizontal ein und nutzte das doppelte Format nämlich 24 mm x 36 mm. Das blieb bis heute so.

Im Laufe der Geschichte und Kameraentwicklung wurden Kameras  entwickelt, die auf einem 35 mm Film genau das Stummfilm-Kino-Format von damals belichten. Also 18 mm x 24 mm. Genauer gesagt unser normales Negativ, das wir von unseren Steifen kennen, wird halbiert. Es entstehen so zwei Bilder auf der selben Fläche, auf der sonst ein negatives Bild zu sehen ist. Somit kannst du 72 Bilder mit einer Filmrolle machen, mit der du sonst nur 36 machen kannst .

IMG_20160529_0001

Halbformat Negativ

 

 

Und  eine dieser Kameras ist die  Samurai  X3.0 von Yashica, die ich euch im zweiten Teil vorstellen werde.

 

 

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