Mit Hühnerpower ins Labor

Was haben Hühner mit Photographie zutun? Nun an sich nichts. Ich kenne keine Hühner die photographieren und Photos von Hühner finde ich auch nicht unbedingt spannend.

Aber mit gekochtem Huhn kann man doch allerhand anstellen. Man kann eine leckere Hühnerbrühe machen und seine Erkältung kurieren. Man kann aber mit der Hühnersuppe auch ins Bad rennen und seine S/W Filme darin entwickeln.

Wer Bio unterwegs ist und nicht mit viel Chemie entwickeln will, kann dies auch in der Bio-Variante haben. Ganz ohne Chemie geht es  allerdings doch nicht. Stoppbad und Fixier werden trotzdem benötigt.

Vielleicht kennt ihr schon Caffenol. Statt Kaffee kann man auch Hühnerbrühe nehmen. Das ist kein Witz.

 

Hühner 7

Zugegeben es ist ein wenig Sauerei. Es macht aber riesen Spaß.

Zutaten:

  • 400 ml  H2O  ( Wasser )
  • ca. 16 g Hühnerbrühe
  • 7 g Vitamin C
  • 22 g Soda

Das H2O kommt für gewöhnlich aus der Leitung und  sollte in der Beschaffung keine Probleme darstellen.

Hühnerbrühe gibt es von diverse Marken in Supermärkten für wenige Euros. Auf die Marke kommt es nun wirklich nicht an.

Vitamin C  ist in Drogeriemarkt erhältlich oder in der Apotheke. Hier Bitte keine Vitamin C  Tabletten mörsern!!! Ihr benötigt Pulver !!!

Soda ist ebenfalls in Drogeriemarkt zu bekommen für wenig Geld.

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Die Zutaten werden auf drei Gläser verteilt. Das H2O wird auf Raumtemperatur gebracht. Also etwa  20° C  und auf die Gläser verteilt. Nun muss man rühren … rühren … rühren ..! Wenn alles gut aufgelöst ist dann werden die Flüssigkeiten zusammen gekippt und anschließend in den Entwicklertank gekippt. Dass der Tank vorher mit Film bestückt sein muss werde ich an dieser Stelle nicht beschreiben. Nun stellt man sein iPhone oder gleichwertiges Smartphone auf 15 Min. Es ist ratsam den Tank wie gewohnt ca. alle 60 Sek. zu kippen ( ca. 10 mal ). Anschließend MUSS die Hühnerbrühe in den Waschbecken gekippt werden. Es wird hier ausdrücklich darauf hingewiesen dass die Hühnerbrühe für den Verzehr NICHT geeignet ist.

Anschließend sollten wie gewohnt Stoppbad  ( 1 Min. ) und Fixierbad  ( 5 Min. ) verwendet werden.

Anschließend wird der  Film gründlich mit warmem Wasser gewässert für ca. 10 min. Danach benötigt der Film eine weitere Waschung in Warmwasser. Waschbecken füllen mit warmem Wasser, aber nicht heiß !!! So warm dass ihr noch darin den Film mit etwas Spülmittel ( 2 Spritzer ) mit sehr sanften Bewegungen und reiben waschen könnt. Die Fettschicht MUSS runter 😉

Anschließend  wie gewohnt den Film aufhängen zum trocknen.

Entwicklertank bitte gut reinigen!!!

 

Viel Spaß 😉

Alle Photos: Payam Kharazchi

Inspiriert und angeregt durch:  Experiment 466

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2 Comments
  1. interessante Idee, allerdings mag ich den Geruch von Hühnerbrühe überhaupt nicht und mein erster Gedanke war: Oh, jetzt wird schon zur Filmentwicklung Palmöl eingesetzt, denn die meisten Brühepulver (und auch Brühwürfel) enthalten als Fett Palmöl und ich finde das alles andere als toll..!

    • Wenn man anfängt so kleinlich zu sein, dann sollte man von der analogen Fotografie lieber komplett Abstand nehmen. Alle damit verbundenen Chemikalien schädigen mindestens die Umwelt und Filmmaterial besteht zu einem großen Teil aus Gelatine. Zudem ist Palmöl hier nicht Bestandteil der Entwicklung. Ach übrigens: Ich mag den Geruch von Essig nicht.

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